Strom, Gas oder Öl – die Wahl des Energieträgers ist für Handwerksbäcker und Produktionsbetriebe längst keine Nebensache mehr. Sie entscheidet über Effizienz, Qualität und Wirtschaftlichkeit zugleich, und rückt mit steigenden Energiekosten immer stärker in den Fokus. Als Ofenbauer mit mehr als 100 Jahren Erfahrung im Bäckerhandwerk kennt die WACHTEL ABT GmbH die Anforderungen der unterschiedlichen Betriebsarten ganz genau. Gas- und ölbetriebene Brenneröfen spielen ihre Stärken bei großen, gleichförmigen Mengen aus. Der Elektroetagenofen dagegen punktet überall dort, wo Flexibilität und ein breites Sortiment gefragt sind. Sein Vorteil: Er kommt im Aufstellraum ohne Abgasanlage aus und verteilt seine Energie exakt auf die belegten Etagen. Das senkt Stand-by-Verluste und erlaubt die gleichzeitige Produktion verschiedener Gebäcke. Hinzu kommen Fördermöglichkeiten und die Kombination mit Photovoltaik. All diese Stärken bündelt WACHTEL im elektrisch betriebenen Etagenofen INFRA. Neben der jahrzehntelangen technologischen Expertise bringt das traditionsreiche Unternehmen zudem eine umfassende Beratungskompetenz ein.
Energieeffizienz statt Dauerfeuer
Das Effizienzherz eines Elektroetagenofens ist seine Steuerung. Sie verteilt die Energie gezielt auf jene Herde, die gerade belegt sind. Ober- und Unterhitze lassen sich pro Etage getrennt regeln und als Programm speichern. Wo ältere oder brennerbetriebene Systeme oft ganze Herdgruppen gemeinsam aufheizen, arbeitet beim Elektroofen jede Etage für sich. „Aufgeheizt wird nur der Herd, in dem auch wirklich etwas gebacken wird. Das senkt Stand-by-Verluste, verkürzt Aufheizphasen und vermeidet Übertemperaturen, die Qualität und Energie kosten", sagt Jochen Mittler, Schulungsleiter Vertrieb und Technik bei WACHTEL. Diese getrennte Regelung zahlt sich doppelt aus. Sie spart nicht nur Energie, sondern eröffnet auch gestalterischen Spielraum beim Sortiment. Empfindliches Plundergebäck verlangt nach Sanftheit, kräftige Brote nach jener Wärme, die Aroma und Biss erst entstehen lässt. So gelingt auf einer Etage das rustikale Roggenmischbrot mit satter Unterhitze, während darunter zeitgleich der Plunder mit dosierter Oberhitze bäckt.
Familien- und freizeitfreundliche Dienstpläne
Schnell verfügbare, präzise Etagenhitze erlaubt es zudem, Backfenster zu harmonisieren und Nachtarbeit zu reduzieren. „Wenn nicht mehr alles nacheinander in den Ofen muss, lassen sich die Arbeitszeiten anders takten. Das macht Dienstpläne familienfreundlicher und ist ein spürbarer Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte", erklärt Mittler. Reproduzierbare Rezeptprogramme sichern darüber hinaus eine gleichbleibende Qualität bei Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen. Davon profitieren besonders kleine Teams.
Sauber, förderfähig, zukunftssicher
Ein wesentlicher Vorteil elektrisch betriebener Etagenöfen liegt zudem im Aufstellraum: Sie benötigen keine Abgasanlage. Das verringert den Platzbedarf, den Genehmigungsaufwand sowie wiederkehrende Service- und Wartungseinsätze. Gerade in dichten Innenstadtlagen, kleinen Ladenbackstuben oder Showbäckereien entsteht so neuer Spielraum bei Planung und Platzierung des Ofens. Das ist besonders dort ein Argument, wo Platz knapp und das Handwerk sichtbar ist. Hinzu kommen Fördermöglichkeiten und das Zusammenspiel mit einer Photovoltaikanlage: Der erzeugte Strom deckt tagsüber einen Teil des Bedarfs und glättet Bezugsspitzen, besonders in Verbindung mit Lastmanagement und Batteriespeicher. Die Energiebilanz des Betriebs verbessert sich damit spürbar.
Handwerk trifft Hightech: der INFRA im Detail
Sichtbar werden die Vorzüge eines WACHTEL-Elektroetagenofens im INFRA. Der Produktionsofen ist für Handwerksbäcker in Großbäckereien und Filialnetzen konzipiert und von der AE-Variante mit bis zu sechs Herden bis zu den Ausbaustufen CE und EE mit zehn Herden für hohe Produktionsmengen individuell skalierbar. Immer gleichbleibend ist die Technologie im Inneren: Hochwertige Keramikflachheizstäbe sorgen für sanfte Strahlungswärme, optimalen Ofentrieb und reproduzierbare Ergebnisse, während die 15 Millimeter dicken Mineralstein-Backplatten mit Multilayer-Armierung die Hitze speichern und für robuste Langlebigkeit stehen. Der vollständig entkoppelte, separat beheizte Hochleistungs-Schwadenapparat liefert für eine perfekte Kruste und gleichmäßiges Volumen satten Nassdampf, ohne die Herdtemperatur zu beeinflussen. Handwerksbäcker, die eine noch kräftiger Kruste mögen, wählen optional eine Vollsteinauskleidung oder die ICT-Technologie, ideal für reife Teige und schwere Brote mit besonders krosser Rösche. Bedient wird der INFRA über die IQ-TOUCH-Steuerung mit Sieben-Zoll-Display, die so intuitiv funktioniert wie ein Smartphone und bis zu 999 Backprogramme verwaltet.
Strom braucht Vorbereitung
Bevor die Entscheidung für einen Elektroetagenofen fällt, steht das WACHTEL-Expertenteam den Bäckereien beratend zur Seite und prüft, ob die verfügbare elektrische Anschlussleistung ausreicht, um den Ofen und parallel Gär-, Kältetechnik sowie weitere Maschinen zuverlässig zu versorgen. Ein Etagenofen mit rund zehn Quadratmetern Backfläche benötigt etwa 50 Kilowatt. Wichtig zu wissen: Die Anschlussleistung sagt nichts über den späteren Strombedarf im Betrieb aus, dieser hängt von Modell und Backprogramm ab. „Wer den Strombedarf von Anfang an mitdenkt, vermeidet böse Überraschungen. Wir schauen deshalb gemeinsam mit dem Betrieb, was die Liegenschaft hergibt, und planen die Infrastruktur realistisch ein – das schafft Sicherheit bei der Investition“, sagt Mittler.
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Über die WIESHEU Group
Seit 2023 agieren die Unternehmen WIESHEU GmbH, WACHTEL ABT GmbH, Atollspeed Europe GmbH, WINNOVATION GmbH und CoBa AfterSales als Expertengruppe rund um das Thema professionelles Backen. Mit der gebündelten Kraft aus mehr als 150 Jahren Markt- und Technologiekompetenz steht die Unternehmensgruppe für die Entwicklung, den Vertrieb und den Service von innovativem, professionellem Bäckereiequipment – vom
Kiosk über die Bäckerei und die handwerkliche Produktion bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel. Mit jährlich mehr als 10.000 Backöfen “made in Germany“ sind die Unternehmen international aufgestellt und unterstützen backende Betriebe mit ihrem Produkt- und Dienstleistungsspektrum dabei, ihren Kunden Backwaren in höchster Qualität anzubieten.
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